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19.04.2010 von Bernhard Schaffner
Im letzten Saisonspiel empfängt die Turnerschaft Durlach am Samstag, 24. April 2010, 19.00 Uhr, den TV Knielingen 2 in der heimischen Weiherhalle. Nachdem die Meisterschaft zugunsten der HSG PSV/ SSC Karlsruhe wohl endgültig entschieden ist, geht es für die Mannschaft von Trainer Axel Dorn allerdings noch darum, die Rückrunde ohne Punktverlust abzuschließen. Dies sollte für die Einheimischen Motivation genug sein.
Die Reserve des Landesligisten aus Knielingen hat am vergangenen Wochenende den Pendant aus Langensteinbach mit 33:26 abgefertigt. Mit 23:19 Punkten liegt die Mannschaft derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz. Zweite Mannschaften stellen sich oft als „Wundertüte“ heraus, man weiß nie so ganz genau, mit welchem Kader sie letztlich auflaufen. Nachdem die Derbys zwischen Durlach und Knielingen immer hart umkämpft waren, sollten sich die Einheimischen auf einen motivierten und kampfstarken Gast einstellen. Nachdem man bereits das Vorspiel in Knielingen nur unentschieden gestalten konnte und der Gast zudem befreit ohne jeglichen Druck aufspielen kann, sollte die Mannschaft von Trainer Dorn den TV Knielingen 2 keinesfalls unterschätzen. Die „weiße Rückrundenweste“ wird die Turnerschaft nur beibehalten können, wenn das Spiel mit der notwendigen Einstellung angegangen wird.
Vor dem letzten Rundenspiel kann man sicherlich einen Rückblick wagen. Letztlich wird die Turnerschaft wohl die Vizemeisterschaft erringen. Mit dem direkten Wiederaufstieg in die Landesliga wird es damit nichts werden. Dennoch muss die Runde als Erfolg gewertet werden, insbesondere wenn man die Rückrunde betrachtet.
Nach dem Abstieg wusste man die eigene Leistungsstärke nicht so richtig einzuordnen. Zu Beginn der Runde tat man sich auch gegen schwächere Gegner sehr schwer und man musste schnell feststellen, dass auch in der Kreisliga ein ordentlicher Handball gespielt wird und dass man als Landesligaabsteiger von jedem Gegner gefordert wurde. Dies musste auch der Mitabsteiger und selbsternannte Meisterschaftsfavorit TG Neureut erkennen, der sich bereits vorzeitig aus dem Rennen um die Meisterschaft verabschieden musste, während Durlach bis zum Rundenende als einziger ernsthafter Verfolger der HSG PSV/ SSC Karlsruhe verblieb. Die Niederlagen bei der TG Neureut und beim voraussichtlichen Meister konnte man in der Vorrunde sicherlich verschmerzen. Die Unentschieden gegen Mannschaften aus dem Mittelfeld, wie Malsch, Stutensee oder Knielingen, waren jedoch zu viel. Mit sieben Minuspunkten und fünf Punkten Rückstand auf den Tabellenführer war man eigentlich bereits zum Ende der Vorrunde aus dem Titelrennen ausgeschieden.
Aber eine beachtliche Rückrunde mit bisher zehn Siegen brachte Durlach wieder ins Spiel. Mit dem heutigen Spiel gegen Knielingen 2 möchte man die Rückrunde verlustpunktfrei beenden. Der voraussichtliche Meister wurde im Heimspiel deutlich in die Schranken verwiesen. Diese Entwicklung ist umso erstaunlicher, da man doch mit erheblichen Verletzungssorgen zu kämpfen hatte. Teilweise fielen inklusive der Torhüter bis zu fünf Spieler aus, drei Spieler konnten in der Rückrunde überhaupt nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen. Die Lücken konnten jedoch immer wieder durch Spieler aus der 2. Mannschaft und aus der A-Jugend geschlossen werden. Wesentlicher Anteil an der positiven Entwicklung ist allerdings auf das Mitwirken von Routinier Peter Joas zurückzuführen. Er gab der Abwehr wesentlich mehr Stabilität und im Angriff gefiel er nicht nur durch eigene Torgefahr aus dem Rückraum, sondern glänzte auch durch Anspiele an den Kreis, wovon auch die Durlacher Kreisläufer in der Rückrunde profitieren konnten.
Die Rückrunde stimmt zuversichtlich und man kann sicherlich darauf aufbauen. Mit Blick nach vorne wird es darum gehen, den jetzigen Kader zusammenzuhalten und die zahlreichen Talente der A-Jugend sukzessive und behutsam einzubauen. A-Jugend Trainer Hasan Sarier hat in der vergangenen Saison eine hervorragende Arbeit geleistet und die Durlacher A-Jugend in der Bezirksliga auf den 2. Tabellenplatz und damit zur Kreismeisterschaft geführt. Neben Max Schwander, der in der laufenden Saison bereits fester Bestandteil des Kreisligakaders ist, kamen die A-Jugendlichen bereits in der 2. Mannschaft im Seniorenbereich zum Einsatz und konnten dort zu mehr Qualität beitragen. Mit einer gesunden Mischung aus Routine und jugendlichem Elan sollte man dann in der neuen Saison wieder angreifen können.